Zwischenhalt auf Porto Santo

Freitag, 20.30 Uhr, die Sonne geht unter. Nach 4 Stunden unter Motor sind wir 2 Seemeilen vor dem Hafen von Porto Santo und müssen uns entscheiden.

Dieter nimmt das Satellitentelefon zur Hand und ruft noch einmal die aktuellen Wetterdaten ab. Unglaublich, das mächtige Hochdruckband zieht sich mittlerweile von den USA bis weit über die Schweiz. Und was bedeutet dies für uns? Östliche Winde gegen uns – auf der gesamten Strecke bis nach Marokko.

Wir können nun weiter in die Nacht hinein motoren und versuchen, möglichst viel Höhe gegen Norden zu gewinnen, so dass wir dann, wenn der Nordostwind richtig weht, zur afrikanischen Küste abfallen können. Je früher der Wind auffrischt, desto mehr sind wir anschliessend hart am Wind am „chnüttle“, wie der Züricher sagt.

Doch eigentlich sind wir müde. Der Schwell des starken Südwestwinds vom Vortag liess uns in der Marina von Quinta do Lorde kaum schlafen. Der Reiz einer ruhigen Nacht ist gross. Zudem möchten wir das geschwächte Segel nicht überstrapazieren. Also brechen wir die segeltaktischen Überlegungen ab und steuern direkt auf den Hafen zu, in dem John und Sven von der SY Dana schon seit Stunden mit dem Anlegetrunk auf uns warten.

An euch, geniesst die sommerlichen Frühlingstage in der Schweiz. Wir gönnen sie euch von Herzen! Auch auf Porto Santo wird es Fahrräder geben…

Mit blumigen Grüssen (welche sind wohl aus Blauen?)

NB: Falls ihr Madeira besucht, macht einen Abstecher nach Machico in das „gläserne“ Restaurant direkt auf der Promenade. Der Fisch ist ausgezeichnet! Nach dem stürmischen Tag geniessen wir hier einen angenehmen Abend mit Cátia und Pedro.

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