Von Combarro nach La Coruña – 1. Stopp

Isla Toxa Grande in der Ria de Arousa
Mit Dieselwind fahren wir in die Ría Arousa. Der Atlantik ist vergessen. Das ruhige Wasser und die Umgebung erinnern mehr an einen See, eine grobe Mischung aus Vierwaldstättersee und Bodensee. Die Navigation ist heute besonders interessant. Neben Inseln, Felsen, Untiefen stellen sich uns auch reihenweise „Viveros“ in den Weg. Wie die Holzflosse für die Muschelzucht funktionieren, ist uns immer noch ein Rätsel.

Für den heutigen Stopp haben wir uns zusammen mit Dominique und Jean-Marie von der SY Salam einen kleinen, versteckten Ankerplatz hinter der Isla Toxa Grande ausgesucht. Vorsichtig tasten wir uns an die Stelle heran. Es ist Ebbe und gelegentlich fällt der Tiefenmeter – ooh! – auf Null.

Es ist ein herrlich sonniger Tag. Unser Dinghy-Motor ist nicht wirklich in der Laune für einen Landausflug nach Cambados (stellt laufend ab). So kehren wir zurück an Bord und geniessen gezwungenermassen das „dolce far niente“. Auf der Insel spielen sie Golf, um uns herum flitzen die Wassertöffs. Ein richtiger Sonntag!

Dann ist es Zeit für einen Besuch auf der Salam. Bald verschwinden auch die letzten Nervensägen. Es wird sooo ruhig, dass wir zu flüstern beginnen und beim Sonnenuntergang fallen wir gar in Schweigen – so was von Kitsch!

Auf dem Rückweg muss Dieter kräftig an den Paddeln ziehen, um Flying Kefi zu erreichen. Während wir da sassen und angeregt plauderten, wurde der See klammheimlich zum reissenden Bach (etwas übertrieben, doch die Strömung ist beachtlich). Um Dieter weitere Kilos beim Paddeln zu ersparen, lasse ich mich von Jean-Marie entspannt und trocken nach Hause kutschieren. Zurück an Bord schauen wir uns an und denken wahrscheinlich das gleiche: wären wir nach Cambados gefahren, hätten wir wohl im Hotel übernachtet.

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